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Kohlenmonoxid Melder – Für mehr Sicherheit im Haus

Rund 600 Todesfälle pro Jahr stehen laut statistischem Bundesamt im Zusammenhang mit einer Kohlenmonoxidvergiftung! Ein Großteil dieser tragischen Unfälle, hätte durch einen Kohlenmonoxid Melder höchst wahrscheinlich verhindert werden können!

In den meisten Fällen lauert die unsichtbare Gefahr in den eigenen vier Wänden! Defekte Kachelöfen,Gasheizungen oder verstopfte Schornsteine sind ein häufiger Grund für austretendes Kohlenmonoxid. Aber auch nicht gewartete oder unsachgemäß verwendete Motorengeräte wie beispielsweise Stromaggregate oder Rasenmäher können zu einer Kohlenmonoxidvergiftung führen!

Wie Sie sich gegen das Risiko einer Vergiftung durch Kohlenmonoxid schützen,was ein Kohlenmonoxid Melder ist,wie er funktioniert und wann sein Einsatz sinnvoll ist, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel!

Was ist Kohlenmonoxid und wie entsteht es?

Kohlenmonoxid, auch als CO bekannt ist, ist eine chemische Verbindung aus Kohlen- und Sauerstoff. Es ist geruchs- und geschmacksneutral,farblos und höchst giftig. Das Kohlenmonixid entsteht häufig als Nebenprodukt bei einer nicht vollständigen Verbrennung von kohlenstofflastigen Stoffen wie Brennholz, Benzin, Kohle, (Heiz-)Öl oder Gas, wenn beim Verbrennungsvorgang der benötigte Sauerstoff fehlt.

Das geruchs-und geschmacklose Gas entsteht beispielsweise häufig in Geräten und Installationen wie Kachelöfen, Heizungsanlagen, Thermen, Durchlauferhitzern, Gasboilern oder Benzingeneratoren.
Bei einer fehlerfreien Funktion und ausreichender Luftzufuhr in diesen Geräten, werden die Kraftstoffe im Normalfall gänzlich verbrannt. Die CO-Mengen welche hierbei entstehen sind äußerst gering und daher im Normalfall für den Menschen als ungefährlich einzuordnen.

Defekte Geräte, Luftleitungen oder verstopfte Schornsteine sowie nicht sachgemäß gewartete Heizungsanlagen, Gasthermen oder Öfen können zu einer erhöhnten CO-Gas Konzentration führen und schnell zu einem lebensbedrohlichen Risiko werden.
Auch die gleichzeitige Inbetriebnahme von mehreren Geräten, birgt potentielle Risiken, da hierbei die vorhandene Frischluftzufuhr möglicherweise zu gering ist, was zu einer nur unvollständigen Verbrennung und damit zu einem erhöhten Kohlenmonoxid-Ausstoß führt.

Warum ist Kohlenmonoxid so gefährlich?

Aufgrund seiner Geruchs- und der Geschmacksneutralität, bleibt eine Ausdehnung von Kohlenmonoxid innerhalb eines Raums, von Betroffenen meist unbemerkt.

Sobald das Gas die Atemwege erreicht, wird es über die Lunge ins Blut transportiert, wo es sich anschließend an das Hämoglobin der roten Blutkörperchen hängt, die dringend benötigt werden um lebenswichtigen Sauerstoff zu binden. Die menschliche Sauerstoffversorgung wird dadurch enorm geschädigt.

Die Symptome einer CO-Vergiftung reichen von Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Krampfanfällen bis hin zu Grippe ähnlichen Symptomen und Apathie.Bei der Einatmung einer erhöhten CO Menge werden sowohl das Zentrale Nervensystem als auch das Herz geschädigt was letzten Endes zu einem Tod durch Ersticken führt.

Vereinfacht gesagt: Bei einer Kohlenmonoxidvergiftung droht akute Erstickungsgefahr, welche in den meisten Fällen viel zu spät erkannt wird.

Sollten eines oder mehrere dieser Symptome bei Ihnen auftreten, öffnen Sie umgehend alle Fenster und verlassen Sie schnellstmöglichst die Gefahrenzone um Hilfe zu holen. Die Zeitspanne, bis zur vollkommenen Bewusstlosigkeit, ist bei starken CO-Vergiftungen meist äußerst kurz.

Wie vermeidet man eine Kohlenmonoxidvergiftung?

Viele der durch Kohlenmonoxid bedingten Unfälle, passierten aufgrund von Unwissenheit oder nicht ordnungsgemäßer Verwendung oder Wartung bestimmter Geräte und Installationen.

Ein Großteil hätte unter Beachtung der nachfolgenden Grundregeln möglicherweise vermieden werden können.

Regelmäßige Wartung von Geräten und Installationen

Eine Kohlenmonoxidvergiftung entsteht in den meisten Fällen durch nicht- oder nur falsch gewartete Heizungs- oder Warmwasseranlagen. Boiler,Öfen und Thermalanlagen sind ebenso potentielle Risikoquellen und sollten in regelmäßigen Abständen von einem Fachmann inspiziert und gewartet werden.

Dies gilt auch für Kaminöfen und offene Kamine – Ein verstopfter Kamin (beispielsweise durch brütende Vögel), liefert nicht genügend Sauerstoff beim Verbrennen des Holzes/Gases, was zu einer unvollständigen Verbrennung und somit zur Bildung einer erhöhten Kohlenmonoxid-Konzentration führt.

Sollten Sie eine der oben aufgeführten Installationen in Ihrem Haus haben, ist in jedem Fall ein Kohlenmonoxid Melder sinnvoll. Dies ist der einzig sichere Weg, um einen Defekt an einem Gerät und den damit verbundenen CO-Austritt, rechtzeitig zu bemerken und sich vor den Folgen einer Kohlenmonoxidvergiftung zu schützen.

Kohlenmonoxid Melder: Schutz vor Kohlenmonoxidvergiftung

Warum sind Kohlenmonoxid Melder sinnvoll? Sie reagieren bereits auf geringe Kohlenmonoxid Mengen in der Umgebungsluft und lösen bei erhöhter Konzentration ein lautes Alarmsignal begleitet von einem Warnlicht aus. Kohlenmonoxid Melder kiddleKohlenmonoxid Melder springen ausschließlich auf Kohlenmonoxid an und sind aus diesem Grund auch keinesfalls als Ersatz für einen Gas- oder Rauchmelder anzusehen. Somit ist es je nach Einsatzort ratsam, zusätzlich zu einem CO-Melder auch einen Gas und/oder einen Rauchmelder zu installieren.

Kohlenmonoxid Melder sind Batterie betriebene Geräte. In preiswerten Modellen, sind in der Regel nur herkömmliche Alkaline-Batterien, die nach ein paar Jahren getauscht werden müssen. Teurere Melder sind meistens mit langlebigen Lithium-Batterien versehen, die die selbe Lebensdauer wie der CO-Melder selbst haben.

Zum Ende des Geräte-Lebenszyklus, werden die verbauten Sensoren immer unpräziser. Kohlenmonoxid Melder können nicht nachjustiert werden und sollten daher zur Sicherheit, vom Eigentümer grundsätzlich nur so lange verwendet werden, wie es die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Herstellers vorgibt. CO Melder, die bereits vor Ablauf der angegebenen Lebensdauer zu Fehlermeldungen führen, müssen selbstverständlich umgehend ersetzt werden.

Die Mindeststandards, welche ein Kohlenmonoxid Melder zu erfüllen hat, sind durch DIN EN 50291 reguliert.

Gemäß dieser Norm muss das Alarmsignal nach zwei Stunden erklingen, falls die CO Menge in der Umgebungsluft 30 ppm oder mehr beträgt.

Steigt der CO Wert auf 50 ppm oder darüber, muss der Kohlenmonoxid Melder nach 60 bis 90 Minuten Alarm schlagen.

Sollte die gemessene Umgebungsluft bereits 100ppm (0,01 % Kohlenmonoxid) oder mehr enthalten, reagiert der Alarm nach 10 bis 40 Minuten.

Bei einem CO Anstieg auf über 300 ppm muss das Alarmsignal spätestens nach 3 Minuten erklingen.

Die nachfolgende Grafik verdeutlicht beispielhaft, die vorgeschriebenen Schwellenwerte für Kohlenmonoxid Melder anhand von DIN EN 50291-1

Keine Motorgeräte in geschlossenen Räumen

Verwenden Sie niemals mit Kraftstoff betriebene Motorengeräte wie Stromgeneratoren, Rasenmäher oder Kettensägen in geschlossenen Räumen, Garagen oder Kellern.

Beim Verbrennungsprozess des Motors dieser Geräte, werden teils hoch entzündliche und toxische Gase freigesetzt, was in geschlossenen oder nur schlecht durchlüfteten Räumen zu einer erhöhnten Brand-, Explosions-, Vergiftungs- und Erstickungsgefahr führen kann!

Stromerzeuger und andere Geräte mit Verbrennungsmotor erzeugen genauso wie Autos auch Abgase. Deshalb lässt man ja auch kein Auto in einer geschlossenen Garage laufen, da die steigende Co-Konzentration einen Menschen dabei schnell außer Gefecht setzen würde.

Beachten Sie vor dem ersten Einsatz von Motorgeräten (z.b. Notstromaggregat) dringend die Warnhinweise und die Betriebsanleitung Ihrer jeweiligen Geräte. Gehen Sie auf Nummer sicher und verwenden Sie mit Verbrennungskraftstoff betriebene Geräte ausschließlich im Freien.

Abgasschlauch: keine 100 prozentige Sicherheit

Oftmals werden in (Keller)Räumen Stromerzeuger stationär betrieben und die dabei entstehenden Abgase mit Hilfe eines Abgasschlauchs nach draußen geleitet.

Aber da auch die Verwendung eines Abgasschlauchs, keinen 100 prozentigen Schutz gegen austretende Abgase bietet (kleine Löcher können unbemerkt bleiben), sollte man wie eingangs erwähnt, Geräte mit Verbrennungsmotor im besten Fall nur im Freien betreiben. Bereits die Vibrationen des laufenden Motors, können die Befestigung des Abgasschlauchs lockern oder lösen, was zu einem unbemerkten Gasaustritt führen kann.

Auch die erhöhte Verstopfungsgefahr einer solchen Installation, die zu einer Rückzufuhr der schädlichen Gase führen kann, sollte nicht unterschätz werden. Hierbei nimmt in vielen Fällen nicht nur das Gerät einen Schaden, es droht zudem auch eine eine erhöhte Lebensgefahr.

FAZIT: Führende Stromaggregat-Hersteller, raten deshalb dringend von jeglicher Verwendung von Abgasschläuchen ab. Sollten Sie dennoch eine solche Installation verwenden, raten wir Ihnen wie oben bereits empfohlen, sich einen Kohlenmonoxid Melder für die entsprechenden Räume zuzulegen.

Keine Feuerstellen in geschlossenen Räumen

Dieser Tipp mag erstmal lächerlich klingen, aber es gab bereits Fälle in Deutschland, bei denen Menschen ums Leben gekommen sind, weil Sie es für eine gute Idee hielten im Winter im Wohnzimmer zu grillen oder die Wohnung mit ihrem Grill zu beheizen.

Wer jetzt denkt, dass diese Menschen im Zuge eines Feuers oder Wohnungsbrandes gestorben sind,irrt. Ohne ausreichende Durchlüftung und Sauerstoffzufuhr, steigt die CO-Konzentration in einem geschlossenen Raum innerhalb kürzester Zeit auf einen lebensbedrohlichen Wert. Aufgrund der Geruchs- und Geschmacklosigkeit von Kohlenmonoxid, bemerken betroffene Personen die Vergiftungssymptome meist zu spät oder gar nicht. Wenn Sie also grillen oder ein Feuer machen wollen,sollte dies immer unter freiem Himmel geschehen.

FAZIT: Wenn Sie diese vier Grundregeln zur Sicherheit beachten, sollten Sie mit Ihrem Kamin, Boiler, Heizungsanlage, Aggregat oder Kachelofen weiterhin viel Freude haben und gleichzeitig auf der sicheren Seite stehen. In jedem Fall empfiehlt es sich, falls Sie Besitzer einer dieser oder einer ähnlichen Anlage sind, einen Kohlenmonoxid Melder zu installieren, der Sie bei einem Defekt über austretendes CO Gas alarmiert.